Schlemmen im Garten Eden - nach dem Untergrund gleich links!

Location:
Restaurant Völker in Oppenheim

Erster Eindruck:
Innen: Moderne trifft stilvolle Tradition.
Außen: Traumhafter Garten. Hier hatten wir einen Platz an einer gemütlichen Sitzgruppe in einer idyllischen (H)ecke.
Weiße Bestuhlung und Schirme mit dem gewissen „Raffaello-Style“ verleiht ein angenehmes Urlaubs-Feeling und läd zum Verweilen ein.


Ausstattung:
Tischdeko: Sommer, Sonne, Sonnenschein spiegelte sich auch auf dem Tisch wieder, farbenfroh und frisch
Gläser: Schott
Besteck: WMF
Porzellan: Villeroy & Boch „New Wave“!
Servietten: weiße Stoffservietten, geradlinig zum Quadrat gefaltet
Speisekarte: Faszinierende Grappa-Auswahl, welche den Leser lang in seinen Bann zieht (daher dauerte es etwas, bis die Bestellung aufgegeben werden konnte). Ansonsten ist die Karte aber schön und übersichtlich gestaltet.

Noch zu erwähnen für das geschulte Designerauge:
Verschiedene Accessoires der hochwertigen Marke „Blomus“ werden gezielt zum Einsatz gebracht! Z.B. die Besteckvorlageschale der eifrigen Servicefee besticht als geschmackvolles Servicetool.
Mit weißen Handschuhen serviert wird der Ausdruck des unbefleckten Chromalgans zusätzlich optisch unterstrichen.

Und wenn wir gerade schon beim Service sind:
An der Stelle ein großes Lob! Herzlich, freundlich und aufgeweckt wurden wir hervorragend verwöhnt. Ein Beispiel dafür, dass Gastronomie allen Beteiligten richtig Spaß macht und der Gedanke „Service“ kein Gedanke bleibt, sondern gelebt wird!
Auch der freundliche Haushund versprüht diese gute Laune und erfreut den Gast mit seiner lieben gemütlichen Art. Natürlich um so fröhlicher, wenn man ihn gebührend feiert, aber so ist das nun mal bei dem männlichen Geschlecht!

Nun zu den einzelnen Gängen:
Vorspeise:
Fiel diesmal irgendwie aus.... wahrscheinlich lag dies an dem spontanen Gruß aus der Küche, welcher schnell gereicht wurde.
Genauer gesagt „Cremesüppchen vom Egerling“ serviert im kleinen Glas mit getrockneter Mini-Erdbeere oben auf, ein wahrlich cremiger Gaumenschmaus!
Für den ein oder die andere hätte die Erdbeere auch gerne fern bleiben können, aber dies ist ja bekanntermaßen Geschmackssache. Dem Genuss jedenfalls tat es keinen Abbruch.

Hauptspeisen:
Zum einen: „Gemischter Blattsalat mit Tomate, Gurke, & Co. mit gebratenen Rinderfiletspitzen“, welche auf den Tellern von Susanne P. und Mathias eine wirklich rubensmäßig-üppige Figur machten.
Qualität: sehr lecker!

Was vom Rinde übrig blieb, wurde liebevoll in Form eines Carpaccios gespickt mit Rucola, Trüffeln und Parmesan gereicht. Genauer gesagt war dies Esthers Rinderteller.

Richtig schweinig wurde es auf den Tellern von Markus und Dominic, die sich an einem Filet vom Jungschwein gefüllt mit Rucola und Parmesan,
Jus und Röstkartoffeln labten. Nicht nur optisch sondern auch geschmacklich ein Genuss. Da war sie wieder... die Freude der Rezeptoren über so eine tolle Kocheskunst!

Für das Gericht von Susanne S. musste kein Schwein und kein Rind bestimmte Körperteile spenden.
Nein, hier opferte die Atelle Ihre Taille... mit Käsebrösel notversorgt und rotem Fäden vernäht, nennt sich das Ganze dann „Tagliatelle mit Safransauce und Parmesan“.
Auch hier gab es Bestnoten von der Genießerin herself.

Die „Völkers Klassiks“ (dies ist der traditionelle Teil der Speisekarte) sind also durch die Bank (oder auch Stühle) zu empfehlen!

Nachtisch:
Unter dem Thema „Ich verspeise päärchenweise“ kam es kulinarisch gesehen zum gaumenfreudigen Abschlussfeuerwerk im Garten Völker.

„Parfait von der weißen Schokolade mit Fruchtsorbet und warmem Schokoladenkuchen“ stand auf dem Nachspeisenplan von Susanne S und Markus.
Als Kontrastprogramm mit jeweils 7 Sorten „französischer Rohmilchkäseauswahl vom Affineur Waltmann“  wurden die beiden anderen Paare beglückt. Aber auch hier trennte sich die Rohmilch von der Ziege, denn die Schieferplatte von Susanne und Dominic hatte einen auf Wunsch erhöhten Ziegenkäseanteil.
Herauszustellen war die Darbietung dieser „Kästlichkeit“ von der Küchenchefin Ute Völker. Am Tisch wurden die verschiedenen Sorten erklärt und die Genussreihenfolge definiert. Es sei gesagt, dass diese Variation von Käse unter den bereits erlebten Käsedarbietungen anderer bezirkelter Häuser zweifelsfrei zum „Fromage de Cercle 2010“ der Käsekultur heranreift!
Als besondere Auszeichnung käme hier sicherlich die goldene Käseplatte am Bande mit Gourmetzirkelgravur in Frage! :o)
Wirklich hervorragend!

 

Und wie immer: Toi toi toi....

Toiletten:
Modern, stylisch und mit zusätzlichem „ohralem“ Genuss in Form von Vögelgezwitscher ist dieser Ort der Ruhe von vorne bis hinten durchdesignt!

Sogar die Urinale sind auf Körpergrößen eingestellt. So haben auch Kurzgewachsene eine erhöhte Trefferquote, welche durch die gesellige Emaillefliege (welche auch hier örtlich gebunden scheint) zusätzlich begünstigt wird!

Das Gesamtbild ist super sauber... hier könnte man vom Boden essen wenn man es wollte.
Aber hierzu gibt es genügend schöne Plätze im Gastraum oder an der Sonne im Garten! Naja, höchstens wenn alle Plätze besetzt sind ist dies eine eventuelle Ausweichlokalität ;o)

ResGourmet:
Ich nehme es mal vornweg: Hier gibt es (wie in unserer Grafik ersichtlich) die bis zum jetzigen Zeitpunkt beste Bewertung unseres Zirkels.

Wer Oppenheim besucht und nicht vor hat langfristig in den Untergrund abzutauchen MUSS dieses Restaurant besuchen! Wer eine Reise hierhin plant, sollte also ein „Völkersches“ Abendessen mit einbinden!
Unter dem Motto „Heute bleibt die eigene Küche kalt“ macht ein Tagesausflug hier definitiv mehr Spaß!

In diesem Sinne
Tolle Völker-Verbindung mit Untergrund!